Engagement

Der Zuger Heimatschutz engagiert sich für den Schutz, die Pflege und die angemessene Nutzung von Baudenkmälern, Ortsbildern und Kulturlandschaften. Eine Auswahl unserer Stellungnahmen im Einsatz für die Zuger Baukultur.

Artikel «Das Alter darf nicht ausschlaggebend sein!»

Zuger Architektur der Neuzeit in Gefahr

Der Zuger Kantonsrat hat im Oktober 2018 beschlossen, das Denkmalpflegegesetz zu ändern, damit Gebäude mit Baujahr nach 1950 nur noch mit Einwilligung des Eigentümers unter Schutz gestellt werden können. Dabei geht vergessen, dass in den letzten 70 Jahren sehr wohl auch Gebäude entstanden sind, deren Qualitäten unbestritten sind und die erhalten werden sollen. Dazu gehört der Alpenblick in Cham von Josef Stöckli. Ein Eigentümer wollte ein erstes Gebäude – gegen den Willen der Denkmalpflege – abbrechen. Ein Artikel im «Karton» von Tanja Rösner und Felix Koch.

Artikel

Das Alter darf nicht ausschlaggebend sein!
Karton Nr. 44, Januar 2019

Stellungnahme zur Abschaffung der Denkmalkommission

Die Umwelt-, Fach- und Interessenverbände fordern den Gesetzgeber auf, sich für den Erhalt der Denkmalkommission als beratendes Fachgremium einzusetzen und bei der Revision des Denkmalschutz-Gesetzes ihre Verantwortung bezüglich Erhaltung des baukulturellen Erbes wahrzunehmen. Steigende Bodenpreise, rasante Bauaktivitäten, übermässige Renditeansprüche und Verdichtung rufen nicht nach einer Schwächung, sondern nach einer Stärkung des Denkmalschutzes im Kanton Zug. Die Denkmalkommission hatte in der Debatte um die bauliche Zukunft schon immer eine wichtige Stimme. Sie soll sich auch in Zufkunft Gehör verschaffen können.

Stellungnahme

Denkmalschutz - das baukulturelle Erbe muss gestärkt, nicht geschwächt werden!
Stellungnahme der Fachverbände, 2018

Leserbrief: Das Denkmalschutzgesetz gilt im ganzen Kanton Zug

Ein lokaler Politiker nahm in einem Kommentar in der Zuger Woche vom 18. Juli 2018 einen Entscheid des Verwaltungsgerichts zum Anlass, um auf die Bedeutung einer Motion der Dorfbevölkerung bei der Unterschutzstellung eines Gebäudes im Dorfkern von Oberägeri aufmerksam zu machen. 
Mit der Marke «Denkmalschutz in Oberägeri» wird suggeriert, dass die Interessen am Erhalt unseres Kulturerbes am äussersten Zipfel des Kantons anders gerichtet sein könnten, als in der Altstadt oder der Gartenstadt in Zug oder auch bei den Industriebauten in Cham. Das kantonale Gesetz ist im ganzen Kanton in gleicher Weise verbindlich und macht auch in der Nähe des Schlachtfelds von 1315 keine Ausnahme.

Leserbrief

Das Denkmalschutzgesetz gilt im ganzen Kanton Zug
Dr. Meinrad Huser, 30. Juli 2018

Medienmitteilung: Die Tages-Politik hilft mit, die Erinnerung abzuschaffen

Die Stossrichtung zur Revision des Denkmalschutzgesetzes zeigt, dass politisches Wirken mit genügender Hartnäckigkeit den Schutz unseres kulturellen Erbes oder – mit Thomas Hürlimann – unserer Erinnerung in Frage zu stellen vermag. Dies stellt der Zuger Heimatschutz fest, wenn er in der Medienmitteilung vom 1. Februar 2016 die Ideen des Regierungsrats für eine neue Ausrichtung des Denkmalschutzgesetzes zur Kenntnis nimmt. Nachdem das Parlament in den vergangenen Jahren mit Budgetkürzungen beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie sowie mit verschiedenen Motionen der Denkmalpflege sachgerechtes Vorgehen bei der Abklärung der Schutzwürdigkeit von Objekten erschweren wollten, zieht nun der Regierungsrat nach und lässt sich vom Zeitgeist leiten. Die Stossrichtung stellt eine Absichtserklärung des Regierungsrats dar und wird im Gesetzgebungsverfahren noch eingehend zu diskutieren sein. Der Zuger Heimatschutz weist in dieser Mitteilung darauf hin, welche Aspekte er im Revisionsverfahren ganz genau verfolgen wird.

Medienmitteilung

Die Tages-Politik hilft mit, die Erinnerung abzuschaffen
Dr. Meinrad Huser, 3. Februar 2016

Leserbrief: Zur Budgetkürzung beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie

Wir sägen am eigenen Ast, wenn wir dem Amt für Denkmalpflege und Archäologie das Geld kürzen. Wir benötigen genügend engagierte Hüter unseres Kulturgutes, kompetente Ansprechpartner und Bauberater für die Architekten und Gebäudebesitzer. Es kostet, die Untersuchungen und öffentlich gemachten Inventare.
Es ist beschämend, wenn der nicht ganz arme Kanton Zug ausgerechnet in einer enormen Wachstumsphase sein Kulturgut zu vernachlässigen beginnt.

Leserbrief

Zur Budgetkürzung beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie
Leserbrief von Ruedi Zai, Dezember 2014

Stellungnahme zur Budgetkürzung beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie

Der Kantonsrat hat an seiner letzten Sitzung das Budget für das Amt für Denkmalpflege und Archäologie um fünfzehn Prozent gekürzt, das heisst um zehn Prozent mehr als bei allen andern Ämtern. Der Initiant, Kantonsrat Hächler, begründete den Streichungsantrag damit, dass sich das Amt einseitig auf die Archäologie konzentriere und das Interesse an einer sinnvollen Denkmalpflege links liegen lasse. Gemäss den Zeitungsberichten fand der Antrag ohne Widerspruch aus irgendeinem politischen Lager im Kantonsrat eine Mehrheit. Der Vorstand des Zuger Heimatschutzes nimmt diesen Entscheid mit äusserstem Befremden zur Kenntnis.

Der Zuger Heimatschutz ist überrascht, dass sich keine Parlamentarierin und kein Kantonsrat gegen den Antrag zur Budgetkürzung ausgesprochen hat. Er setzt sich grundsätzlich dafür ein, dass Denkmäler erkannt und als solche geschützt werden. Die öffentliche Hand hat dazu die nötigen juristischen und finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Stellungnahme

Eine Zukunft für unsere Vergangenheit?
Dr. Meinrad Huser, Dezember 2014

Stellungnahme zum Wettbewerb für neue Wohnungen auf dem Zurlaubenhof

Der Zuger Heimatschutz freut sich über den in umsichtiger und gründlicher Weise durchgeführten Wettbewerb zum Neubau von Wohnhäusern auf dem Zurlaubenhof. Dieser zeigt aber auf, dass ein festgesetztes Nutzungsmass bei der Umsetzung nicht zwingend realisiert werden kann. Architekt Roger Bolthauser und sein Team haben keine schlüssige Antwort auf die Nutzung der Südwestecke des Grundstückes gefunden. Der Zuger Heimatschutz denkt, dass diese Ecke zum bestehenden Zurlaubenhof gehört und zur Bewahrung der Wirkung eines Hofes mit Ökonomiegebäuden frei bleiben soll.

Stellungnahme

Perle Zurlaubenhof: Wettbewerb für neue Wohnungen in Zug
November, 2014